Gehirnscheisse

Deine Mutter hat die Gasrechnung nicht bezahlt! D;
 
 

Thema mit Variationen

Thema:
Mein Auftrag: Brot kaufen.
Es zieht mich daher sogleich in die Bäckerei und das erste Hindernis ist die Tür, welche mich ohne jegliche Beschriftung im Unklaren über die Art sie zu öffnen lässt.
Ich rate: Murphy lässt grüßen, es war die zweite Option.
Der Weg ist noch lange nicht vorbei, eine alte Frau mit dem Gedächtnis eines Goldfisches versucht zu ergründen, was sie überhaupt will.
Ich verstehe es als Gleichnis für die unergründliche Frage auf den Sinn unseres Daseins.
Es kostet mich zehn Minuten meiner Lebenszeit bis ich den Mund für ein leises, hohes: "Guten Tag" öffne.
Ich will nur Süßigkeiten, wer braucht schon Brot?
Panik, als die attraktive Bäckerin beginnt meine Bestellung einzupacken.
Ich könnte passend zahlen, aber nimmt das nicht zu viel Zeit in Anspruch? Ich bin keine alte Frau, die den Sinn des Lebens nicht kennt.
Ich bewege mich erst noch auf die Midlife Crisis zu, ich will keine Zeit verlieren.
Meine linke Hand zieht einen zehn Euroschein aus dem Geldbeutel hervor.
Es ist zu spät, ich nehme das Kleingeld entgegen, mein Geldbeutel gleicht zunehmend einer stumpfen Mordwaffe.
Während ich mich umdrehe dringt ein Ohrwurm in mein inneres Gehör.
Zu heroischen Klänge verlasse ich die Bäckerei:
Der Tag beginnt siegreich, er wird auch siegreich enden.

II Minore
Mir ist das Brot ausgegangen, also wird es Zeit zur Bäckerei zu gehen.
Verdammte Tür: Schreibt doch einfach "drücken" darauf.
Zu allem Überfluss habe ich auch noch eine alte Schachtel vor mir, die den ganzen Laden aufhält.
Als ich nach gefühlten zehn Stunden an der Reihe bin, kaufe ich mir vor lauter Frust nur noch Süßkram und gebe der scharfen Bäckerin einen zehn Euroschein, weil ich nicht mehr die Geduld habe, es passend herauszusuchen.
Meine beschissene Hose ist langsam zu eng für diesen Geldbeutel.
Ich drehe mich um und gehe hinaus.
Der Tag kann nur besser werden.

III
Mein nächster Punkt auf der Liste: Brot kaufen.
Das erfordert, dass ich den nächstgelegenen Bäcker aufsuche.
Nach kleineren Schwierigkeiten mit der Tür stehe ich nun endlich drinnen.
Etwas warm hier und die alte Frau, die mit ihrem Gedächtnis zu kämpfen hat und zu allem Überfluss auch noch vor mir steht, lässt mich diese immer stärker werdende Hitze nur noch deutlicher spüren.
Ich muss wohl mit völlig rotem Kopf an der Theke stehen, jetzt wo ich nach Ewigkeiten an der Reihe bin.
Ich fühle mich etwas schlapp und sehr zu meinem Unglück verwerfe ich den ursrpünglichen Plan und kaufe mir ein Schokocroissant.
Ich muss hier raus, bevor ich einen Hitzeschock bekomme, also gebe ich der hübschen Bäckerin einen Schein und stopfe das Wechselgeld irgendwie in den übervollen Geldbeutel.
Endlich Freiheit.

IV Finale
Nach langer Fahrt nun begab es sich, dass unser tapferer Krieger speisen musste.
Sein Glück war die nahestehende Bäckerei mitten in der vernebelten Einöde.
Doch seine Reise sollte keine einfache sein: Bereits das Eingangstor war mit einem uralten Zauber aus der Zeit seiner Vorfahren versehen.
Erst nach vielen Stunden durchbrach er ihn und konnte eintreten.
Der Bäcker war noch lange nicht in Sicht, denn vor ihm türmte sich im Dunkel dieser Höhle plötzlich eine riesige Gestalt auf.
Ein schwarzer Drache, der seit Äonen in dieser Höhle hauste und die Bäckerei zu schützen schwor, attackierte unseren Helden.
Es war ein stundenlang anhaltender Kampf, den unser Krieger mit einer List gewann:
Drachen waren seit jeher intelligente und stolze Wesen. In einer kurzen Pause forderte er den Drachen zu einem Spiel heraus, wohlwissend, dass ihm seine Gier verbot abzulehnen.
Unser Krieger setzte sein Leben gegen sichere Passage zur Bäckerei.
Jeder durfte der Reihe nach ein Rätsel stellen.
Der erste, der die Antwort nicht wusste verlor das Spiel.
Mit einer Fangfrage schlug er den Drachen.
Dieser musste sich seine Niederlage eingestehen und trat zur Seite, um unseren edlen Krieger passieren zu lassen.
Nach langem wanderen erreichte er plötzlich eine hell erleuchtete Oase voller wohliger Düfteund Backwaren, so weit das Auge reichte.
Die holde Bäckerin erwartete ihn bereits.
Sie beschenkte ihn mit allerlei Süßwaren und er verließ, nachdem er seine unermessliche Dankbarkeit ausdrückte, erhobenen Hauptes die Höhle und hatte das Brot völlig vergessen.
Wenn er nicht gestorben ist, ist er inzwischen sicher ziemlich fett.

2.1.12 02:09, kommentieren



Galgengedicht

Das Gefühl, kurz vor dem Ende
eines guten Buches zu sein.
Trotz glücklichem Ende,
ist es unvorstellbar,
dass sich die Welt ohne
Abenteuer weiter dreht.

Die Überraschung, wie spät
ein Blitz einschlagen kann,
auch wenn Logik und Vernunft
keine Zweifel aufkommen lassen.
Unvorstellbar, dass er mich
nie trifft.

Wachet auf, ruft uns die Stimme:
Das Gefühl, wenn er klopft
und in der nächsten Szene
ist alles vorbei.
Unvorstellbar, was er sich
für mich ausgedacht hat.

Die Verzweiflung, die das Warten
auf das Ende, auf das Klopfen,
auf den Blitz und alles
in uns (mir) selbst verursacht.
Ein gutes Buch, oder Bilder
erinnern mich daran.

Das sollen sie aber nicht!

2.1.12 01:33, kommentieren

Sie mag das Wort "ficken" nicht

Sie mag das Wort "ficken" nicht,
aber ich finde es wirklich schön.
Es auszusprechen klingt zwar obszön,
doch trennt's die Spreu vom Weizen.

Den Gutmenschen vom Echtmenschen,
den Heuchler von der ehrlichen Haut,
Es zeigt sofort, wer sich etwas traut
und wer vor lauter Angst seine Brille in Schlamm tunkt.

Wer Angst davor  hat zu leben,
nicht nur das Wort nicht.
der sollte erst gar nicht den Mund bewegen.
Leider mögen die meisten

Außerdem bringts Ordnung ins Chaos,
anstatt immer nur darüber zu reden.

16.12.11 02:26, kommentieren

Neid

Ich werde diese Art Mensch nie verstehen,
die sich nicht selbst aufessen,
Sich nicht ihrer Lachfalten schämen,
die andere inspirieren,
Genug Energie für alle haben,
die die Verantwortung wie Atlas tragen,
Ein Leben lang.

Mein Leben lang werde ich nicht hinter
ihr Geheimnis kommen:
Warum ihr Glück konstant bleibt,
sie nie den Stecker ziehen,
Warum so viele Menschen sie umgeben,
wo ist ihre Angst vor Einsamkeit?
Sie wachsen wie Unkraut auf dem Planeten.

Mal abgesehn davon:
Ich wünsche mir, ein bisschen wie sie zu sein.
Es ist purer Neid, einfach deswegen,
weil sie wirken, als könnten sie ein langes
Leben füllen, mit Begeisterung,
mit Freude für Neuentdecktes.

Mein Problem ist folgendes:
Mich begeistert nichts mehr dauerhaft.
Ich wüsste nicht, wie ich ein langes Leben
(ohne Begeisterung) füllen soll.
Wer auch immer will, darf all mein Talent
haben, für das, was diese Art Mensch hat.

Für ein bisschen Ambition,
      ein bisschen Begeisterung,
      ein bisschen soziale Kompetenz.
      ein bisschen Beschilderung.

1 Kommentar 17.11.11 00:51, kommentieren

My evening with M

Das soll keine James Bond Referenz sein. Ich kann allerdings nicht versprechen, die ein oder andere Referenz einzubringen.
Ich weiß nicht, was ihr hören wollt, aber ich bin James Bond Fan.
Ja, ich oute mich diesbezüglich. Warum auch nicht? Ich kenne jeden Film.
Ach, wie sehr sehnte ich mich, all diese technischen Spielereien zu besitzen?

Ich war mit M aus, zumindest dachte ich, ich wär ausgegangen. Entgegen meiner Erwartungen verfüge ich wohl doch über das ein oder andere Notstromaggregat.

Für mich war es wie ein Geheimauftrag ihrer Majestät, für sie wohl eher Dienstschluss.
M ist eine wunderbare Frau, leider ist sie für den Charme eines Geheimagenten nicht empfänglich.
Trotzdem amüsierten wir uns prächtig und das einen ganzen Abend lang.
Es war für mich ein Fortschritt: Ich konnte mich den ganzen Abend auf eine Person konzentrieren und wurde dessen nicht überdrüssig.

Meine Bedenken sorgen immer für die schlimmsten Wunden, habe ich doch nicht die Kraft das Feuer am brennen zu erhalten, den Regen am prasseln, Kellerasseln.

Jedenfalls saß ich da so in dieser Event Location, ersetzte meinen Martini durch ein limonadenartiges Getränk und zeigte ihr auch gleich meine männliche Entschlossenheit, indem ich für sie mitbestellte.
Allein das ist eine Klärgrube unendlicher vieler Variablen.
Dachte ich wirklich, sie würde später noch meinen goldenen Colt sehen wollen?

Ich beobachtete die Menschen um mich herum, während sie gebannt auf die Bühne starrte.
Einer schien den Barista zu kennen. Sein glänzender Pferdeschwanz und das teuere Jackett, sowie die Blondine neben ihm gaben mir zu erkennen, dass er wohl der örtliche Zuhälter war.
Er redete viel, übertönte sogar den Sänger und tauschte alte Geschichten mit dem Barista aus.
Ich hasse solche Leute, das macht mich echt fertig.
Die denken tatsächlich, sie hätten hier Privilegien, nur weil die Belegschaft seine Belegschaft knallt.
Eingebildeter Kerl...Genau diese Deppen lassen die Currywurst zurück gehen, weil sie ihnen nicht heiß genug ist.

Wie auch immer.
Er hatte immerhin keine dieser Lautsprecherstimmen, die dich so lange penetrieren bis dir das Hirn aus den Ohren läuft, also konnte ich ihn ignorieren.
Ich genoss die Musik, genoss Ms Anblick.
Ich kann leider nie sagen, was sie fasziniert und was nicht.
In dem Moment fühlte ich wieder das Verlangen irgendetwas zu ihr zu sagen, es hätte mich umgebracht, wenn sie sich auch nur einen Moment gelangweilt hätte.
Ich redete dummerweise über mich: "In meiner alten Band, da hatten wir auch so ähnliche Songs wie diese.", alte Band...Naja, irgendeine Hintergrundgeschichte musste ich ja wohl erfinden.
Ich konnte ihr nicht einfach meine Lizenz zum töten vor die Nase halten.
"Du hattest 'ne Band?", fragte sie mich anschließend in einem verzaubernd korrekten Hochdeutsch.
Sie war perfekt für mich. Sie korrigiert meine Grammatikfehler am laufenden Band und hat einen solch klaren, beruhigenden Klang in ihrer Stimme...
"War nichts großes, nur ein paar Songs, die ich so geschrieben hatte."
Sie lächelte mich an und drehte ihren Kopf wieder zur Bühne.
Nach einer Weile fragte ich sie, ob sie diese Örtlichkeit verlassen wolle.
Sie nickte und ich rief den Barista um die Rechnung zu zahlen.
Junge, war der froh, dass ihn endlich jemand von dem Luden losriss. Acht Goldtaler musste ich für den Spaß blechen, aber ich tat es gern, der Ball rollt die Straße entlang.
Als wir anschließend durch die Kälte liefen, da sah ich M leicht frieren.
Ich stieg in mein Auto und fuhr nach Mexiko.


ENDE

 

P.S. Da heute ein besonderer Anlass ist, an dem die gesamte Menschheit teilhaben sollte erzähle ich schnell das richtige Ende:
Ich gab ihr meine Jacke, fror mir meinen goldenen Colt ab, konnte sie aber später am Abend dank meines Goldfingers davon überzeugen, die Nacht bei mir zu verbringen.
Dann bin ich aufgewacht.

22.10.11 02:00, kommentieren

WASEN

Formenlehre, Kontrapunkt, Wiener Klassik, BEARBEITUNGSPRAXIS?
Instrumentalpraxis, Analyse, Pitch Class Theory, Kanon im Krebs, der Umkehrung DOPPELTER KONTRAPUNKT.

All das ist nutzlos, um die Wahrheit zu sagen.
All das ist widersinnig bezogen auf stumme Kontaktaufnahme.
Ich war mal ein Sänger, aber ich übertöne keine Lautsprecher.
Da hilft mir auch nicht die Taktgruppenanalyse eines Haydn Streichquartettes.

Ehrlich gesagt, hilft sie niemandem, schon gar nicht im Bierzelt.
All die Stunden, verschwendet auf das Studium alter Meister, raubte mir die Zeit, andere Meister zu studieren und ihre Art der Kontradiktion zu meistern.

All die verschwendeten Stunden, die ich im Wörterbuch nach wohlklingenden, aber redundanten Wörtern gesucht habe,
anstatt die Künste der redundanten Gesprächskunst, des Floskeltransfers zu studieren.

Non c'è più tempo per studiare la sagezza dei villani.
Non fa niente.

Erstickte Takte, erstickten wohl auch meine Skruppellosigkeit, sie trifft nur die Wehrlosen.
Mal ehrlich, lasst mich euch ALLEN eine Weisheit verkünden:
Lasst den sensiblen Scheiss sein, geht ins Fitnessstudio (3 VERDAMMTE "S", wie konnte es nur so weit kommen?!) und besorgt euch nen Job bei der Automobilindustrie.

Niemand will Akademiker, selbst Akademiker wollen keine Akademiker.
Lasst den Scheiss sein und werdet einfach Männer, lasst euch bei der Gelegenheit die LINKE Gehirnhälfte entfernen, oder lasst euch meinetwegen lobotomieren.
ABER GNADE EUCH GOTT, IHR STUDIERT DIE ARCHITEKTUR EINER UNIVERSITÄT VON INNEN!

Ich höre gerade meinen Kontrapunkt, aber niemand sonst. Im Bierzelt will ihn ja auch niemand hören.
Schnipsel des Themas und der Kontrapunkte wandern durch sämtliche Instrumente des Orchesters.
Es ist Schönheit zum Preis von Ganzheit.
Schönheit zum Preis ergebnisloser Suche.
Schönheit zum Preis von Simplizität und Genügsamkeit.
AUS TIEFER NOT SCHREI ICH ZU DIR.
Als Tricinium. Was ist das überhaupt für ein beschissenes Wort?
Kann man darauf fahren? Ist es zum Verzehr geeignet?
Ich habe mir die Mühe gemacht 3 Stimmen zu erfinden.
Stimmen, die keiner braucht, wenn Akkorde es auch tun.

Ein doppelter Kanon: Die Binsenweisheit hier: Lieber ein doppelter Wodka und Chloroform.

Wer jetzt nicht liebt, wird einsam bleiben, würde Bach sagen, wenn ich Bach wäre.
Ein anderer weiser Mann lobt hier wiederum die Handwerkskünste und das Genie von Architekten, Zimmermännern und Bauarbeitern.
Wer sich jetzt kein Haus baut, naja...
Manchen reicht auch die öffentliche Toilette.

Bald ist wieder Herbst: Wenn die Bäume von den Blättern fallen.

http://www.youtube.com/watch?v=XowbMZz4p7s

Die lahmen wieder Tauben sterben,
Schwachsinn bald die Welt regiert
ZU SPÄT!
Klauseln erste Stufen flüchten.
Von der fünften in die dritte springen.
FACHSIMPELEI.
Was gut klingt, wird gespielt. ABER WEHE DEM UNGEÜBTEN OHR!

Die Gramen wieder Glauben stärken.
Dachrinn Salz und Geld verliert.
Streben Lieder Traubenfahnen
Mach hin! Falls das Feld so stiert.

Auch Poesie hat im Bierzelt keinen Platz.



Das kommt dann alles nachher: Das Kennenlernen.
Über Umwege verteilt. Der Körper spricht zu erst, das Bewusstsein hat hier seinen Platz verspielt.
Mein Fehler, dass ich immer alles andersherum möchte. Immer B niemals A!
Immer diese Komponisten, die kein Schwein kennt. YOU PROBABLY NEVER HEARD OF 'EM!
Zurecht.
Das kommt dann schon. Wie bei Dreck: Wenn mann ihn lang genug knetet, wird er zu einem großen Haufen Scheisse.
Unzertrennbar (ehrlich gesagt: Wer will schon Scheisse sezieren?).

Sorry, I got something wrong here. It's probably just a minor divergence, maybe just a variety of too many synonyms in order to whitewash my lack of ideas.
I could do this all day. I don't need to listen to it closely, the content wouldn't matter that much, it's just the sound I'm interested in.
There's nothing more to it, just the sound.
Even grammar doesn't bother me, not even slightly. I'm into the sound of it.
Anyway...

Da stand ich nun, war natürlich fasziniert von ihrer Konsekutivität.
Sie ließ nichts anbrennen. Das ließ mir natürlich keine Zeit den Überfall zu planen.
Auch wenn die Bank leicht bewacht war, so war es extrem schwer, unbemerkt in sie einzudringen.
Dafür war sie viel zu clever. Sie schlief immer mit einem offenen Auge und einem offenen Ohr für meine Probleme.
Ich konnte die ganze Nacht mit ihr darüber reden. Es war nicht ihre Schuld, dass ich immer zu früh kam, der Busfahrer hatte es meist sehr eilig, da es seine letzte Runde vor dem Feierabend war. Danach war er nun mal hackedicht und torkelte besten Gewissens dem Ungewissen entgegen. Manches mal mussten wir ihn nach Hause tragen.
Es gab aber auch Tage, da war er nicht tragbar für die Firma.
Da er so gut wie immer den Arbeitsplatz als erster verließ, zog er den Groll vieler Mitarbeiter auf sich, die ihrerseits nicht scharf auf Überstunden waren.
Auf Überstunden durfte man laut firmeninternem Gesetz auch nicht scharf sein, weswegen sämtliche pikanten Speisen in der Dorfeigenen Kantine verboten waren.
So auch die formalistische Musik Schostakowitschs.

Das ist wieder so ein Dorftrottel, der einfach den falschen Weg gegangen ist.
Hätte er mal lieber Moe Zart studiert und nicht Mozart.

Liebe Kinder,
noch ist nicht aller Tage Abend. Es gibt immer jemanden, der schlimmer dran ist als ihr. Manchmal wohnt er sogar im Zimmer neben euch.

1 Kommentar 5.10.11 01:51, kommentieren

Pauly, der naive Kronkorken

Im Versuch folgendes:
Stellen sie sich vor, sie sind in Glas eingeschlossen.

Ein Kran hebt sie an jene Stelle, welche ihnen immer den gleichen trostlosen Blick in die Welt gewährt.

Imagine, being kept in a room full of nice chicks
und plötzlich liegst du in der Toilette.
Sie fragen sich: Warum kommt mir alles immer so gleich vor?
Warum ist die Welt plötzlich so vorhersehbar geworden, obwohl es mehr gibt, sehe ich IMMER den selben langweiligen Sender.
So wird in meiner Umgebung alles zur tödlichen Waffe.

Dass mich das vertiefte Arbeiten vom Löffel abgeben abhält scheint mir auch nicht sicher.

UND PLÖTZLICH SONNENSCHEIN!

Aber nur kurz.

Ich stehe soweit neben mir, selbst meine Beobachter sehen, wie weit ich von meinem Weg abgekommen bin.

NENNEN WIR ES KRISE?

Als ich neulich in den Spiegel schaute, erschreckte ich vor mir selbst.
Mann, sehe ich scheisse aus und anders als sonst.
Ich fühle mich auch anders als sonst, so ruhelos.
Sobald ich mich hinlege (und das tu ich oft, weil ich, als wärs ein Fluch, immer müde bin), spüre ich, wie mein ganzer Körper durch mein Herzpochen geschüttelt wird.
Und am nächsten Morgen: So als wäre ich gerade aus jahrelangem Tod erwacht.

LASS MICH BLOß NICHT ÜBER MORGEN NACHDENKEN!
Schon gar nicht über nächste Woche, nächstes Jahr.
Es ist schwer sich abzulenken, nicht mal mehr meine liebste Beschäftigung hält mich wach.
WAS IST SIE ÜBERHAUPT?

Von wegen Kämpfen..., ich muss nur rennen, immer wieder, am liebsten jeden Tag, IMMER, JEDE MINUTE, rennen.
Bevor mich Was-Auch-Immer einholt.
Ein Fleischermesser vielleicht, ein Haken, eine vielbefahrene Straße, Negerwitze in Harlem erzählen.

Ich darf nur an den Moment denken, UND DANN WIEDER AUCH NICHT, AN WAS EIGENTLICH?
DAS RAD DARF SICH NUR DREHEN, NICHT STEHEN BLEIBEN, WASAUCHIMMER!

Dabei will ich nur...Es soll alles wieder sein, wie es vorher war, aber man kann dorthin gar nicht mehr zurückkehren
AND I DON'T KNOW IF THIS IS A DEAD END!
Jetzt weiß ich gar nicht, was mich noch zusammenhält, wenn alle komische Schritte in ihrem Leben tun 
UND ICH SOLL EHRLICH SEIN MIT MEINEN GEFÜHLEN!

SELBSTBEWUSST?
Dann kann ich gar nicht ehrlich sein, EIN LOCH!
Es gibt so Tage, da schmerzt es richtig, aufrecht zu gehen.
DA HILFT NUR RENNEN, NICHT KÄMPFEN.

Und überall diese selbstmörderische Redundanz schon wieder!

Geordnet bekommen wir heute nichts, das mag der Grund sein, warum ich so unzugänglich bin.
Ich weiß noch weniger als vorher was ich bin, was ich morgen bin, was ich einmal sein werde.
Ich kann die Tage nicht mehr enden lassen, irgendwie beunruhigt mich ein Morgen.
SRSLY WTF?
Irgendwie beunruhigt mich alles mehr als sonst, alles Fell hab ich verkauft, ES IST DOCH SOMMER!
Winter kommt nie wieder, ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie wieder Winter kommt, was bin ich in zehn Wintern?
Womöglich allein, aber alle meine Stimmen wiedersprechen sich kontinuierlich.
RUDELTIER, ODER GEBIRGE?
AMEISE, ODER EREMIT?
PLANIERRAUPE, ODER MAKROKOSMOS IN DEINER VERDAMMTEN HOSE.
ALLE Muuuuuuuuuusssssss    ikanten sehen gleich aus.

Und wenn ich ehrliche Gefühle offenbare, dann wollen sie doch keinen Matratzensport, also was jetzt echt?
Inzwischen gibts Tage, da ist mir das egal, auch das beunruhigt mich zutiefst.
Was mich nicht mehr beunruhigt, ist dieser riesige literarische Scheisshaufen, denn ich grade gesetzt habe.
MIR IST DIE REDUNDANZ HIER EGAL!
Inzwischen auch Metaphern,
DRUCKT ES, ONANIERT DARAUF, ODER WISCHT EUCH DAMIT DEN ARSCH AB, EIN GUTER RAT SIEHT SCHLIEßLICH ANDERS AUS, NICHT WAHR?
Ob man da je medizinisch was dagegen unternehmen kann, außer mit Drogen?

Ich wünschte, ich wäre Pauly, der naive Kronkorken.

 

"ES AUCH SO MEINEN?" WAS HAB ICH DENN DIE GANZE ZEIT VERSUCHT!?!

1 Kommentar 7.8.11 02:46, kommentieren